Erfahrungsberichte Paarseminar 2
Christine und Hans
Es ist schon eine ganze Weile her, seit wir das Paarseminar 2 besucht haben. Wir hatten damals erst später realisiert, wie wir aufgewühlt und tief berührt wurden. Anschliessend brauchten wir einige Tage dazu, um das Erlebte ‹lustvoll› und im Gespräch miteinander zu verarbeiten. Heute sind wir froh und dankbar, dass wir die beiden Paarseminare mit euch erleben durften. Es war für uns wichtig zu erfahren und zu spüren, was tantrische Elemente auf emotionaler, geistiger und körperlicher Ebene bewirken und wie sie uns tief berühren können.
Es sind die kleinen feinen Details, die uns seit da im Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen begleiten und letztendlich eine Veränderung in unserem Bewustsein herbeiführen und uns ruhiger, gelassener und dankbar werden lassen mit dem was ist, sowohl als Person wie aber auch als Paar. Eine wunderschöne Bereicherung, die wir erhalten und weiterführen wollen. Unsere langjährige Beziehung ist dadurch um ein schönes Stück facettenreicher geworden und hat noch einmal ‹Schub› erhalten. Dafür danken wir euch ganz herzlich.
Verena (die Schreibende) und Heinz
Das Wochenende bei euch hat die Spuren, auf denen wir in unserer Partnerschaft wandern, eindeutig vertieft. Wir sind noch aufmerksamer und fühliger geworden. Es fällt uns leichter, uns auszudrücken, unsere Wünsche zu äussern. Was ganz eindrücklich zu erfahren war und ist, dass, wenn den einen von uns etwas belastet oder er einen Körper- oder Geistesvorgang bei sich selber ablehnt, es für den andern ebenfalls zur Belastung oder sogar zur Ablehnung desselben Vorganges führen kann. Für uns beide war diese Einsicht und das Sprechen darüber sehr heilsam. Es hat geholfen beim absichtslosen Beisammensein.
Ich für meinen Teil habe herausgefunden, dass ich immer, wenn ich berührt werde, auf etwas warte, das passieren könnte und eher davon ausgehe, dass es schmerzhaft ist und ich so langsam aber sicher das Vertrauen in schmerzlose Berührungen verloren habe. Also verspanne ich mich bei Berührung erst mal, anstatt mich zu entspannen und mich vertrauensvoll hinzugeben.
Eure Art und Weise zu sein und dies zu vermitteln hat mich dazu geführt zu versuchen, Vertrauen in die Berührungen meines Partners zu fassen. Es hat auch dazu beigetragen, mich erwartungsloser hinzugeben und mich frei zu fühlen in dem, was ich fühle. Auch wenn das einmal gar nichts sein sollte und ich die Gefühle und Empfindungen nicht zum Dasein zwingen muss. Eine weitere Einsicht: Ich habe oft versucht, Gefühle und Empfindungen zum Hiersein, zur Manifestation zu zwingen. Auch das haben wir gemeinsam besprochen und dabei herausgefunden, dass der Partner dies spürt, auch wenn es unausgesprochen bleibt – und dementsprechend verunsichert reagiert.
Es war viel, was ihr uns vermittelt habt an diesem Wochenende und zu meinem Leidwesen bleibt mir nicht annähernd genug freie, unbeschwerte Zeit, um mich all dessen zu erinnern und alles in die Tat umzusetzen. Dabei habe ich das Gefühl, dass dieses Sein im Vordergrund unseres Lebens stehen und somit in all unsere anderen Tätigkeiten hineinfliessen müsste.
Wir üben zusammen die Dreistrom-Atemübung und die Herzatmung vor dem Körper. Doch ich bin nicht mehr sicher, wie sie ganz richtig und vollständig zu üben ist und bitte an dieser Stelle darum, sie von euch als Anleitung niedergeschrieben zu erhalten. Ebenso die anderen Meditationen, falls das nicht zu viele Umstände macht. Die Meditationen waren wunderschön und erholsam und wir möchten sie weiterüben.
Während des Schreibens merke ich, wie ich immer tiefer eintauche in die Welt des Tantra und eigentlich möchte ich viel mehr praktisch in diesen Übungen verweilen, eben um sie auch besser in den Alltag integrieren zu können.
Ich bin sehr froh, dass ich mich soweit öffnen konnte und zulassen kann, dass Mann mir eine Yonimassage gibt. So viele Spannungen und Verspannungen dürfen sich dabei zeigen und lösen. Obwohl ich es wusste, bin ich überrascht, wo überall sie sich zeigen und wieviele unwahrscheinliche Verbindungen unseren Körper und Geist durchziehen. Dabei aufmerksam und absichtslos zu bleiben ist immer aufs Neue eine Herausforderung, bin ich doch sehr schnell bereit – ist es Ungeduld oder Bequemlichkeit? – mich auszudrücken, zu sagen was guttut und was schmerzt. Ist es eine Zielgerichtetheit und ein Wunsch nach Erfüllung, nach einem Abschluss, Gefühle und Empfindungen herbeizwingen zu wollen, um... – ja wozu eigentlich?
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Letztes Update : 18.07.2011 17:13
